Braucht man Instagram um als Yogalehrerin erfolgreich zu sein?

Ich habe meinen Instagram Account gelöscht und mich gefragt: Brauch ich einen Instagram Account um als Yogalehrerin erfolgreich zu sein?

Ein Frage die mich neben Corona in 2020 wirklich beschäftigt hat 😉

Fotos machen, Fotos bearbeiten, hochladen, schöne und sinnvolle Texte schreiben, herausfinden, was meine Follower (was für ein schlimmes Wort) interessiert und dann danach richten und noch mehr hochladen und analysieren, am besten jeden Tag – weil sonst macht es ja keinen Sinn. 

Also ganz ehrlich – ich hab’s versucht! Und es hat mir auch sicher einen Monat Spaß gemacht. Bis ich gemerkt habe, dass das alles viel zu viel Arbeit ist, ich es nicht mehr schaffe gleichzeitig Yogastunden vorzubereiten und zu geben, meine eigene Yogapraxis am Leben zu halten, meine Freunde zu treffen, ein entspanntes Privatleben zu haben usw.! Ich habe entweder weniger Stunden als alle anderen oder werde wirklich immer langsamer mit den Jahren…

Ich mein: Wie bekommen das andere Yogalehrer*innen hin? Jedes Mal, wenn ich auf Instagram war, hab ich mich danach total scheiße gefühlt. Offensichtlich bekommt es jeder hin: Yoga unterrichten, Yoga machen, sich fortbilden, sich mit Freunden und Familie treffen und dann einen mega schönen Instagram Account mit täglich neuen Fotos und Stories. Hä?! 

Ich habe mich so krass unter Druck dadurch gesetzt gefühlt. Ich muss das auch schaffen, sonst läuft mein Business nicht…. So sehr, dass ich eigentlich gar nichts mehr geschafft habe. Also ist mein Business nicht gelaufen, mein Instagram Account war tot und ich war super unmotiviert und gestresst. Instagram hat mir doch tatsächlich all meine Kreativität genommen. Obwohl ich jeden Tag auf Instagram war, weil ich mich ja inspirieren wollte um kreativer zu werden. haha – und klar, man kann auf jeden Fall Inspiration finden. Aber wenn ich ehrlich war, hat mich da schon lang nichts mehr inspiriert. 

Ich weiß, heutzutage läuft einfach viel über Instagram. Und bestimmt würden heute mehr Leute in meine Online Kurse kommen, wenn ich bei Instagram Werbung machen würde. Aber das bin ich einfach nicht. Mir macht es keinen Spaß mich auf Instagram selbst dazustellen und mich zu verkaufen.

Heißt das dann, dass ich keinen Erfolg haben werde als selbstständige Yogalehrerin? 

Darüber habe ich mir viele Gedanken gemacht. Und es gibt bestimmt mehr Argumente, warum ich Instagram & Co. nutzen sollte. 

Aber ich bin dennoch zu dem Entschluss im November gekommen, dass ich Instagram deaktiviere: Denn wenn ich nicht hinter der Sache stehe, wenn ich mich verstellen & quälen muss, dann bringt das bestimmt keinen Erfolg! Ich glaube fest daran, dass ich auch ohne diesen Kanal Erfolg haben kann – halt einfach langsamer. Wie damals, bevor es Instagram & Co. gab, haha – auf meine Art und Weise.

Ich werde auf jeden Fall länger brauchen bis mich die Leute finden. Ich werde einfach mehr darauf hoffen müssen, dass Frauen, die in meine Stunden kommen diese auch weiterempfehlen… oder ich treffe Menschen im echten Leben, auf der Straße (krass!) oder bei irgendwelchen Events (hahaha – wisst ihr noch, damals… als es noch Events gab). 

Aber ich bin es wirklich leid mir selbst so einen Druck zu machen und zu denken, dass Instagram der einzige Weg ist. Wichtig ist ja authentisch zu bleiben – und das fällt mir aktuell leichter, wenn ich keinen Instagram Account habe. 

Außerdem brauche ich diese 2-3 Stunden, die ich oft täglich auf Instagram war, um mich wieder zu fokussieren, Zeit für meine Yogapraxis zu haben, Neues zu lernen und mich nicht jeden Tag scheiße zu fühlen (gutes Gefühl – sehr zu empfehlen!)

Naja. Ich genieße jetzt das Gefühl der Freiheit – weniger Vergleich, mehr mein Ding machen. Ihr werdet mich schon finden und dann auch lieben, selbst wenn ich nicht jeden Tag schöne Fotos mit tollen Texten poste. 

Von daher: Jeder so wie er mag. Haha.

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